Der Elternführerschein

Für Autos, Boote oder Hunde gibt es Kurse und Führerscheine – für Kinder nicht. Dabei wird von Eltern oft erwartet, dass sie Erziehung intuitiv beherrschen und in jeder Situation automatisch richtig handeln.

Erziehung muss gelernt sein!

Jede Mutter und jeder Vater kennt den Augenblick, in dem einem alles über den Kopf wächst, wo das Kind schreiend im Supermarkt auf dem Boden liegt und der Rest der Welt missbilligend zuschaut. Nein, das Leben mit Kindern besteht nicht nur aus Kinderschokolade-Momenten. Es ist fordernd, anstrengend und kann für alle Beteiligten extrem nervenaufreibend sein.

Deshalb gibt es den Elternführerschein!

Ihre Expertin für Kindererziehung

Das Training wird durchgeführt durch die staatlich geprüften Erzieherin Lilly Steinbock. Sie bringt über 10 Jahre Erfahrung in der Begleitung von Jugendgruppen und als 24/7 Betreuerin in Wohnungsgruppen / Tagesgruppen für Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten mit, sodass sie auf ein umfassendes Praxiswissen zurückgreifen kann.

Es gibt zwei Buchungsmöglichkeiten:

Gruppenunterricht

  • 10 Einheiten à 90 Minuten
  • offline in Dresden
  • feste wöchentliche Termine
  • 10-16 Teilnehmende
  • inklusive Praxisübung
  • Gesamtpreis: 250 Euro pro Person

Einzelunterricht bzw. Paarunterricht

  • 10 Einheiten à 90 Minuten
  • online per Videochat
  • individuell vereinbare Termine
  • 1-2 Teilnehmende
  • inklusive Praxisübung
  • 125 Euro pro Einheit

Inhalte des Elternführerscheins

Eltern sollen konsequent und gleichzeitig liebevoll sein, jederzeit ruhig, souverän und flexibel handeln, beruflich funktionieren und nebenbei den Familienalltag organisieren. Die Realität sieht in vielen Familien jedoch deutlich anders aus.

Wie hoch sind die Erwartungen der Gesellschaft? Wie löse ich mich von eigenen und fremden Ansprüchen? Wie finde ich meinen persönlichen Weg als Bezugsperson und Vorbild?

Themen:

  • Die Rolle von Eltern in der heutigen Gesellschaft.
  • Selbstwahrnehmung und Reflexion der eigenen Erziehungserfahrungen.
  • Was macht eine gute Erziehung aus?

Ziele: Teilnehmende sensibilisieren für ihre Verantwortung und individuellen Stärken als Eltern.

„Mein Kind wird sich schon selbst regulieren“ versus „Nein, das darfst du nicht!“ Zwischen Laissez-Faire und autoritärem Stil – beide Extreme sind gefährlich.

Themen:

  • Unterschiedliche Erziehungsstile und deren Auswirkungen.
  • Erziehung in einem multikulturellen Kontext.
  • Werte und Traditionen bewusst leben.

Ziele: Reflexion der eigenen Erziehungsmethoden und Offenheit für Vielfalt.

„Es ist nur eine Phase.“

Dieser Satz hat schon oft Leben gerettet. Doch was genau macht die Phase aus, wann endet sie und wo muss gehandelt werden? Wie fördere ich die Entwicklung und Individualität meines Kindes? Wie stärke ich Talente?

Themen:

  • Entwicklungsphasen (Kleinkind, Vorschulalter, Pubertät).
  • Psychologische und emotionale Bedürfnisse in den einzelnen Phasen.
  • Bindung und Beziehung als Fundament der Erziehung.

Ziele: Verständnis für die Bedürfnisse und Herausforderungen in jeder Entwicklungsphase.

„Ihr Kind hat leider wiederholt ein anderes Kind gebissen und getreten.“

Solche Situationen verunsichern viele Eltern zunächst sehr. Wie gehe ich damit um? Und wie kann ich meinem Kind und gleichzeitig auch den anderen helfen?

Themen:

  • Gefühle erkennen, benennen und regulieren.
  • Umgang mit Wut, Angst und Trauer bei Kindern.
  • Empathie entwickeln und fördern.

Ziele: Kinder emotional stark und resilient machen.

„Das sage ich dir jetzt zum letzten Mal! Zum allerletzten Mal … zum aller-allerletzen Mal!“ Klingt vertraut?

Klare und respektvolle Kommunikation will gelernt sein. In dieser Einheit beschäftigen wir uns mit gewaltfreier Kommunikation, aktivem Zuhören und einem wertschätzenden Umgang innerhalb der Familie.

Sie erhalten praktische Impulse dazu, wie Sie Ihr Kind begleiten können, auch wenn es etwas nicht möchte, wie Sie klare Grenzen setzen und Konflikte deeskalieren können. Außerdem schauen wir gemeinsam darauf, welche Wirkung Strafen und Belohnungen haben und welche alternativen Wege es im Familienalltag geben kann.

Themen:

  • Unterschied zwischen Strafe und Konsequenz
  • Warum Kinder Grenzen brauchen
  • Praktische Tipps für klare Regeln

Ziele: Eltern befähigen, klare und respektvolle Kommunikation mit ihren Kindern zu führen und liebevoll und konsequent zu handeln

„Warum muss ich schon wieder bei den Kindern bleiben? Du warst diese Woche schon zweimal beim Sport!“

Schnell fühlt man sich in einer Beziehung ausgenutzt und nicht verstanden. Wie löse ich Konflikte fair? Wie sorgen wir dafür, dass unsere Beziehung nicht auf der Strecke bleibt?

Themen:

  • Typische Konflikte in Familien (z. B. Eltern- und Geschwisterstreit).
  • Methoden zur Konfliktlösung.
  • Mediationstechniken für den Alltag.

Ziele: Strategien an die Hand geben, um Streit nachhaltig zu lösen und faire Lösungen zu finden.

„Wenn ich bei dem Online-Spiel nicht mitspiele, bin ich ein Außenseiter!“

Der Druck ist hoch, und die Kinder von heute wissen eher, wo der Router steht als die Süßigkeitenschublade. Doch Drohungen, Beleidigungen und schiefe Weltbilder sind bei unkontrolliertem Internetzugang oft die Konsequenz.

Themen:

  • Umgang mit digitalen Medien und Bildschirmzeit.
  • Chancen und Gefahren von Internet und Social Media.
  • Mediennutzung altersgerecht steuern.

Ziele: Eltern helfen, ihre Kinder sicher und verantwortungsvoll durch die digitale Welt zu begleiten.

„Papa, schau mal, was ich schon kann!“

Einmal ist in Ordnung. Zweimal vielleicht auch. Doch wenn sich Situationen immer wiederholen, geraten viele Eltern an ihre Grenzen. Wie kann man für die Familie da sein, ohne sich selbst aus dem Blick zu verlieren? Denn Kinder brauchen nicht perfekte Eltern – sondern Erwachsene, die auch auf sich selbst achten.

Themen:

  • Gesunde Ernährung und Bewegung im Familienalltag.
  • Bedeutung von Schlaf und Routinen.
  • Selbstfürsorge für Eltern: Stressmanagement und Burnout-Prävention.

Ziele: Gesundheitsbewusstsein für die ganze Familie schaffen.

Tod, Trennung, Krankheit, Krieg, Misshandlung – es gibt Dinge, die ziehen einem den Boden unter den Füßen weg. Doch man ist nicht alleine.

Themen:

  • Umgang mit Krisen und außergewöhnlichen Belastungen (z. B. Trennung, Verlust).
  • Resilienz fördern bei Eltern und Kindern.
  • Wo gibt es Hilfe? Netzwerke und Unterstützungsangebote.

Ziele: Eltern auf schwierige Situationen vorbereiten und Resilienz stärken.

Wenn keine Aufgabe zu Ende gebracht wird und jeder neue Reiz sofort Aufmerksamkeit bekommt. Wenn Konflikte immer häufiger eskalieren und das Gefühl der Überforderung im Familienalltag ständig präsent ist: ADHS betrifft längst viele Familien und bringt oft große Herausforderungen mit sich.

Themen:

  • Welche Strukturen helfen? Wie vermeide ich Reize?
  • Wie schaffe ich Impulskontrollen?
  • Wo gibt es Hilfe? Netzwerke und Unterstützungsangebote.

Ziele: Verständnis für ADHS schaffen und Strukturen sowie Kompetenz entwickeln.

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